- Vivien Rolf
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Point Fighting gehört zu den schnellsten und technisch anspruchsvollsten Disziplinen im Kickboxen. Statt möglichst hart zuzuschlagen, geht es darum, den Gegner mit Schnelligkeit, Präzision und perfektem Timing sauber zu treffen. Nach einer gültigen Wertung wird der Kampf kurz unterbrochen – genau das sorgt für den typischen, explosiven Charakter dieser Disziplin.
Viele kennen Point Fighting noch unter der Bezeichnung Semi Contact Kickboxen. Heute wird die Disziplin unter anderem nach dem Regelwerk der WAKO international und auch in der Schweiz als Wettkampfsport betrieben.
Doch wie funktioniert Point Fighting genau? Welche Techniken sind erlaubt, wie werden Punkte vergeben und welche Point-Fighting-Ausrüstung braucht man für Training und Wettkampf? In diesem Ratgeber erklären wir die wichtigsten Grundlagen, die Unterschiede zu anderen Kickbox-Disziplinen und zeigen, worauf ihr bei Handschuhen, Schutz und WAKO-Wettkampfausrüstung achten solltet.
Was ist Point Fighting?
Point Fighting ist eine Kickbox-Disziplin, bei der zwei Athleten versuchen, mit schnellen, technisch sauberen und kontrollierten Hand- und Fusstechniken Punkte zu erzielen.
Anders als bei einem durchlaufenden Kampf wird die Aktion nach einer gültigen Wertung vom Kampfrichter gestoppt. Die Wertung wird angezeigt, danach geht der Kampf weiter.
Genau daraus entsteht der typische Charakter des Point Fightings: kurze, explosive Aktionen statt längerer Schlagkombinationen mit ständigem Kontakt.
Entscheidend sind vor allem:
- Schnelligkeit
- Timing
- Präzision
- Distanzgefühl
- Balance
- Reaktionsfähigkeit
- saubere und kontrollierte Technik
Point Fighting ist also keineswegs einfach „Kickboxen mit weniger Kontakt“. Taktik und Bewegungsabläufe unterscheiden sich teilweise deutlich von anderen Kickbox-Disziplinen.
Point Fighting oder Semi Contact – was ist der Unterschied?
Die Begriffe werden häufig für dieselbe beziehungsweise die aus dem Semi Contact hervorgegangene Disziplin verwendet. Point Fighting ist heute die gebräuchliche Bezeichnung im WAKO-Wettkampfsport.
Gerade ältere Kampfsportler und Shops verwenden aber weiterhin häufig den Begriff Semi Contact.
Deshalb findet ihr die entsprechende Ausrüstung im Vikingstore auch in unserer Kategorie Semi Contact & Point Fighting.
Für die Produktsuche sind deshalb beide Begriffe relevant. Wer nach Semi-Contact-Handschuhen, Point-Fighting-Handschuhen oder Semi-Contact-Fussschutz sucht, benötigt grundsätzlich Ausrüstung für dieselbe Kampfsportdisziplin.
Wie läuft ein Point-Fighting-Kampf ab?
Zwei Athleten kämpfen auf einer Tatami-Fläche gegeneinander und versuchen, mit erlaubten Techniken gültige Treffer zu erzielen.
Der entscheidende Punkt:
Bei einer gültigen Wertung wird der Kampf unterbrochen.
Der Kampfrichter stoppt die Aktion und die Wertung wird angezeigt. Anschliessend wird der Kampf wieder freigegeben.
Das verändert die komplette Taktik.
Während beispielsweise beim Light Contact Kombinationen über einen längeren Zeitraum weitergeführt werden, geht es beim Point Fighting häufig darum, explosiv in die richtige Distanz zu gelangen, einen klaren Treffer zu setzen und sich sofort wieder kontrolliert zu bewegen.
Dadurch können Point-Fighting-Kämpfe extrem schnell wirken.
Welche Techniken sind beim Point Fighting erlaubt?
Point Fighting erlaubt verschiedene Hand- und Fusstechniken. Dazu gehören beispielsweise gerade Fausttechniken, Haken sowie verschiedene Kicks wie Front Kick, Side Kick, Roundhouse Kick, Hook Kick und weitere regelkonforme Fusstechniken.
Auch Sprung- und Drehtechniken spielen im Point Fighting eine wichtige Rolle.
Entscheidend ist aber nicht nur was getroffen wird, sondern wie.
Die Techniken müssen kontrolliert ausgeführt werden. Übermässig harter beziehungsweise unkontrollierter Kontakt gehört nicht zum Sinn dieser Disziplin.
Welche Techniken und Trefferflächen im Detail zulässig sind, wird durch das jeweilige Wettkampfreglement festgelegt. Wer selbst an Wettkämpfen teilnimmt, sollte deshalb immer das aktuell gültige Reglement prüfen.
Wie werden beim Point Fighting Punkte vergeben?
Nicht jeder Treffer bringt automatisch einen Punkt.
Eine Technik muss regelkonform ausgeführt werden und ein zulässiges Ziel treffen. Gleichzeitig muss sie kontrolliert und für die Kampfrichter klar erkennbar sein.
Gerade deshalb sind Präzision und Timing wichtiger als rohe Schlagkraft.
Point Fighter trainieren häufig sehr intensiv daran, den Gegner im richtigen Moment zu erwischen: beim Vorwärtskommen, beim Distanzwechsel oder wenn sich für einen Sekundenbruchteil eine Lücke öffnet.
Das macht die Disziplin taktisch ausgesprochen interessant.
Point Fighting vs. Light Contact: Wo liegt der Unterschied?
Point Fighting und Light Contact gehören beide zum Kickboxen, der Kampfablauf unterscheidet sich jedoch deutlich.
Beim Point Fighting wird der Kampf nach einer gültigen Wertung unterbrochen. Einzelne schnelle und präzise Aktionen haben deshalb einen besonders hohen Stellenwert.
Beim Light Contact läuft der Kampf grundsätzlich weiter. Die Athleten arbeiten stärker mit fortlaufenden Kombinationen und die Leistung wird über den laufenden Kampf bewertet.
Das beeinflusst auch den Kampfstil.
Ein erfolgreicher Point Fighter benötigt vor allem explosive Beinarbeit, schnelle Reaktionen und ausgezeichnetes Distanzgefühl. Beim Light Contact spielen kontinuierliche Kombinationen und ein anderer Kampfrhythmus eine grössere Rolle.
Welche Ausrüstung braucht man für Point Fighting?
Die richtige Point-Fighting-Ausrüstung dient nicht nur dem Schutz. Bei offiziellen Wettkämpfen muss sie auch den jeweiligen Vorgaben entsprechen.
Zur typischen Ausrüstung gehören unter anderem:
- Point-Fighting-Handschuhe
- Kopfschutz
- Mundschutz
- Tiefschutz
- Schienbeinschutz
- Fussschutz
- je nach Kategorie weitere vorgeschriebene Schutzausrüstung
WAKO führt Point-Fighting-Handschuhe ausdrücklich als eigene Schutzausrüstung auf. Sie sind daher nicht einfach mit normalen geschlossenen Boxhandschuhen gleichzusetzen.
Passende Ausrüstung findet ihr bei uns in der Kategorie Semi Contact & Point Fighting.
Point-Fighting-Handschuhe
Point-Fighting-Handschuhe haben eine andere Konstruktion als klassische Boxhandschuhe.
Sie sind auf die schnellen Handtechniken und Anforderungen des Point Fightings ausgelegt. Für einen offiziellen Wettkampf sollte deshalb immer geprüft werden, welche Modelle vom jeweiligen Verband beziehungsweise Veranstalter zugelassen sind.
Ein normaler 10-OZ-Boxhandschuh ist nicht automatisch ein geeigneter Wettkampfhandschuh für Point Fighting.
Fussschutz und Schienbeinschutz
Auch Beine und Füsse müssen entsprechend geschützt werden.
Gerade weil Kicks im Point Fighting eine zentrale Rolle spielen, müssen Schienbein- und Fussschutz gut sitzen. Zu grosse oder verrutschende Protektoren können bei den schnellen Bewegungen erheblich stören.
Die Ausrüstung sollte deshalb bereits vor einem Wettkampf im Training getragen und getestet werden.
Welche Kleidung trägt man beim Point Fighting?
Point Fighting hat auch bei der Wettkampfbekleidung einen eigenen Look.
Bei WAKO-Wettkämpfen gehören ein entsprechendes Oberteil und lange Point-Fighting-Hosen zur Wettkampfbekleidung.
Das unterscheidet die Disziplin beispielsweise vom klassischen Boxen oder Muay Thai, wo mit kurzen Wettkampfhosen gekämpft wird.
Leone1947 bietet mittlerweile eine speziell auf WAKO Point Fighting abgestimmte Wettkampfuniform an. Dadurch können Oberteil, Hose und Schutzausrüstung aufeinander abgestimmt werden.
WAKO Point Fighting in der Schweiz
Point Fighting wird auch in der Schweiz aktiv als Wettkampfdisziplin betrieben.
WAKO Switzerland führt Point Fighting gemeinsam mit Light Contact und Kick Light als Tatami-Wettkampfdisziplin. Für Schweizer Wettkämpfe stehen entsprechende Reglemente sowie Kategorien und Gewichtsklassen zur Verfügung.
Wer in der Schweiz an Wettkämpfen teilnehmen möchte, sollte deshalb neben dem internationalen WAKO-Reglement auch die jeweils aktuellen Vorgaben von WAKO Switzerland beziehungsweise der konkreten Veranstaltung beachten.
Gerade bei der Wettkampfausrüstung lohnt sich dieser Check vor dem Kauf.
Welche WAKO-Ausrüstung braucht man für Wettkämpfe?
Wer nur trainiert, benötigt nicht zwangsläufig bei jedem Ausrüstungsteil eine offizielle Wettkampfzulassung.
Anders sieht es aus, wenn ihr tatsächlich an einem offiziellen Wettkampf teilnehmen möchtet.
Dann solltet ihr genau kontrollieren, welche Ausrüstung zugelassen beziehungsweise vorgeschrieben ist.
Im Vikingstore findet ihr dafür unsere Kategorie WAKO Wettkampfausrüstung.
Dort führen wir speziell für den Wettkampfsport vorgesehene Ausrüstung, unter anderem von Leone1947.
Das Sortiment umfasst beispielsweise WAKO-Schutzausrüstung und Wettkampfprodukte für unterschiedliche Kickbox-Disziplinen. Mit der neuen Point-Fighting-Linie von Leone1947 kommen zudem speziell auf diese Disziplin abgestimmte Produkte hinzu.
Wichtig: Eine WAKO-Zulassung sollte immer produktbezogen geprüft werden. Nur weil eine Marke WAKO-Produkte anbietet, bedeutet das nicht automatisch, dass jedes Produkt dieser Marke für einen offiziellen Wettkampf zugelassen ist.
Für wen eignet sich Point Fighting?
Point Fighting ist besonders interessant für Kampfsportler, denen Schnelligkeit, Technik und taktisches Kämpfen liegen.
Wer gerne mit Distanz arbeitet, schnelle Kicks mag und den Gegner lieber durch Timing als durch reine Schlagkraft überlistet, dürfte an dieser Disziplin viel Freude haben.
Auch Kinder und Jugendliche können Point Fighting als Wettkampfdisziplin betreiben. Das WAKO-Regelwerk sieht dafür verschiedene Altersklassen und entsprechende Schutzbestimmungen vor.
Das Training sollte selbstverständlich immer in einem qualifizierten Kampfsportclub und unter fachkundiger Anleitung stattfinden.
Typische Fehler beim Kauf von Point-Fighting-Ausrüstung
Einer der häufigsten Fehler ist, einfach normale Box- oder Kickboxausrüstung zu kaufen und davon auszugehen, dass diese auch für Point Fighting geeignet ist.
Besonders vor dem ersten Wettkampf solltet ihr auf drei Dinge achten:
Passform: Die Schutzausrüstung darf bei schnellen Bewegungen nicht verrutschen.
Einsatzzweck: Trainingsausrüstung und offizielle Wettkampfausrüstung sind nicht automatisch dasselbe.
Zulassung: Vor einem Wettkampf unbedingt das aktuelle Reglement beziehungsweise die Vorgaben des Veranstalters prüfen.
Und noch ein praktischer Tipp: Kauft neue Wettkampfausrüstung nicht erst unmittelbar vor dem Turnier. Handschuhe, Fussschutz und andere Protektoren sollten vorher im Training ausprobiert werden.
FAQ zu Point Fighting
Was ist Point Fighting einfach erklärt?
Point Fighting ist eine Kickbox-Disziplin, bei der mit schnellen und kontrollierten Hand- und Fusstechniken Punkte erzielt werden. Nach einer gültigen Wertung wird der Kampf kurz unterbrochen und danach fortgesetzt.
Ist Point Fighting dasselbe wie Semi Contact?
Semi Contact ist die ältere und weiterhin häufig verwendete Bezeichnung für die Disziplin, die heute im WAKO-Wettkampfsport als Point Fighting bezeichnet wird.
Ist Point Fighting Vollkontakt?
Nein. Die Techniken müssen kontrolliert ausgeführt werden. Übermässiger beziehungsweise unkontrollierter Kontakt ist nicht das Ziel der Disziplin.
Braucht man spezielle Handschuhe für Point Fighting?
Ja. Für WAKO Point Fighting sind spezielle Point-Fighting-Handschuhe vorgesehen. Klassische geschlossene Boxhandschuhe sind nicht dasselbe.
Welche Schutzausrüstung braucht man für Point Fighting?
Zur vorgeschriebenen beziehungsweise typischen Ausrüstung gehören unter anderem Kopfschutz, Mundschutz, Point-Fighting-Handschuhe, Tiefschutz, Schienbeinschutz und Fussschutz. Je nach Alters- und Wettkampfkategorie gelten zusätzliche Vorgaben.
Gibt es Point Fighting in der Schweiz?
Ja. WAKO Switzerland führt Point Fighting als offizielle Tatami-Wettkampfdisziplin und veröffentlicht entsprechende Wettkampfregeln, Kategorien und Informationen für Schweizer Turniere.
Wo kann ich Point-Fighting-Ausrüstung in der Schweiz kaufen?
Im Vikingstore findet ihr Point-Fighting- und Semi-Contact-Ausrüstung sowie WAKO Wettkampfausrüstung. Ihr könnt online bestellen oder euch in unseren Ladengeschäften in Bern und St. Gallen beraten lassen.
Fazit: Point Fighting lebt von Schnelligkeit und Präzision
Point Fighting ist eine eigenständige und technisch anspruchsvolle Kickbox-Disziplin. Nicht maximale Schlagkraft entscheidet, sondern die Fähigkeit, im richtigen Moment eine schnelle, kontrollierte und präzise Technik zu setzen.
Timing, Distanzgefühl, Beinarbeit und Reaktionsgeschwindigkeit sind deshalb mindestens genauso wichtig wie gute Hand- und Fusstechniken.
Wer Point Fighting in der Schweiz als Wettkampfsport betreiben möchte, sollte sich frühzeitig mit dem aktuellen Reglement und der vorgeschriebenen Ausrüstung beschäftigen.
Im Vikingstore findet ihr dafür Semi-Contact- und Point-Fighting-Ausrüstung sowie unsere Auswahl an WAKO Wettkampfausrüstung. Für aktuelle Schweizer Wettkampfbestimmungen, Turniere und Verbandsinformationen empfehlen wir zusätzlich einen Blick auf WAKO Switzerland.
WAKO Wettkampfausrüstung:
https://vikingstore.ch/de/292-wako-wettkampfausr%C3%BCstung
Externe Fachquelle – WAKO Switzerland:
https://wako.ch/
Hinweis zu den Bildern:
Die in diesem Artikel verwendeten Bilder wurden mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) erstellt. Die dargestellten Personen sind vollständig fiktiv und stellen keine real existierenden Athleten dar.
Natürlich würden wir euch am liebsten echte Boxer und Athleten zeigen. In der Praxis sind professionelle Sportfotos jedoch oft mit sehr hohen Lizenzkosten verbunden und können schnell mehrere hundert Franken pro Bild kosten. Um unseren Content weiterhin kostenlos zur Verfügung stellen zu können, greifen wir in einigen Fällen auf KI-generierte Illustrationen zurück.

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